Pfefferkuchen
Was sind Pfefferkuchen?
Der Honigkuchen soll der Urahn aller Leb- und Pfefferkuchen sein. Aus den Honigkuchen wurde dann irgendwann im 13. Jahrhundert, vermutlich in einem Kloster, der Lebkuchen. Die Mönche liebten dabei besonders den deftigen, auch mit schwarzem Pfeffer gewürzten Pfefferkuchen (wegen der durstanregenden Wirkung!), die Nonnen bevorzugten das panis mellitus, das süße Brot. Auch die Verwendung von Oblaten für die Herstellung von Lebkuchen deutet auf die Klöster als Ursprungsort des Lebkuchens hin. Bereits 1395 ist in Nürnberg ein Lebküchner (Lebkuchenbäcker) urkundlich nachgewiesen. 1643 wird die Lebküchnerzunft in Nürnberg offiziell genehmigt. Die Anfänge der sächsischen Pfefferküchler reichen bis in das Jahr 1558 zurück.
Lebkuchen
Die Lebkuchen wurden ursprünglich als Heil- und Arzneimittel verteilt. In vielen Gebäcken werden auch Nüsse und Mandeln zum Zeichen für Tod und Auferstehung (Schale und Kern) verbacken. Zwei Arten von Lebkuchen lassen sich grundsätzlich unterscheiden: die sogenannten "braunen" Lebkuchen, das sind alle nicht auf Oblaten gebackenen Lebkuchen und anderes Kleingebäck.
Pfefferkuchen
Die auf Oblaten gebackenen Lebkuchen wurden wegen ihres Gehaltes an Pfeffer und anderen Gewürzen auch als "Pfefferkuchen" bezeichnet. Aus den morgenländischen "Pfefferländern" kamen im Mittelalter die Gewürze, und so kam das aus Mehl, Honig und verschiedenen Gewürzen bestehende Weihnachtsgebäck zu diesem Namen.
Grundzutaten der Leb- und Pfefferkuchen sind Weizenmehl, Stärke, Zucker, Honig, auch Stärkesirup, Eier, Milch, Aromen, Gewürze (Nelken, Zimt, Muskat, Kardamom, etc.), Rosinen, Mandeln, Nüsse (keine Erdnusskerne od. Kokosflocken), Zubereitungen aus Früchten oder Fruchterzeugnissen.
Honigkuchen
So nennt man braune Lebkuchen, bei denen ca. 50% des Zuckergehaltes aus Honig stammt.
Spitzkuchen
Gefüllte od. ungefüllte. Der dreieckig geformte Lebkuchenteig wird mit Nüssen od. Mandeln gespickt, oft mit Schokolade überzogen.
Printen
Braune Lebkuchen die ihren Geschmack der Mitverwendung ungelöst gebliebener brauner Kandiszuckerkrümel verdanken. Printen sind meist rechteckig, saftig-weich od. knusprig-hart. Berühmt sind die Aachner Printen.
Dominosteine
Dominoähnliche Steine, aus einer od. mehreren Schichten braunen Lebkuchenteiges mit einer Füllung aus Marzipan, Persipan od. Fruchtgelee. Meist mit Schokolade überzogen.
© August 2006 - Pfefferküchlerei Löschner
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