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Damit die Martinsgans nicht zwickt

Wohl bekomm´s! Viele Trinkbräuche haben einen ernährungswissenschaftlichen Hintergrund.

Wohl bekomm´s! Viele Trinkbräuche haben einen ernährungswissenschaftlichen Hintergrund.

Die Martinsgans hat ihren Ursprung in einer Episode aus dem Leben des heiligen Martin von Tours. Als man ihn zum Bischof von Tours ernennen wollte - so die Legende - versteckte er sich in einem Gänsestall, da er sich dem Amt nicht gewachsen fühlte. Die Gänse aber schnatterten sehr laut und verrieten ihn ... Zur Strafe wandern traditionell ab Mitte November unzählige Gänse in die Öfen. Aber auch jeder, der diese "Rachegelüste" nicht kennt, darf sich in den kommenden Wochen auf den Gänsebraten freuen. In zwei Dritteln aller deutschen Haushalte steht zu Sankt Martin oder zu Weihnachten die Gans auf dem Speiseplan.

Schlemmen mit Genuss und ohne Reue

Die gute Martinsgans oder ein anderes festliches Mahl wird aber erst dann zum Schlemmen mit Genuss, wenn danach der Magen nicht zwickt. Um dies zu verhindern, setzen Genießer vor und nach dem Essen auf die angeblich wohltuende Wirkung von Spirituosen. Zu Recht? "Tatsächlich haben viele Trinkbräuche einen ernährungswissenschaftlichen Hintergrund", sagt Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. "Der richtige Aperitif vor dem Essen enthält Bitterstoffe, die den Verdauungsapparat anregen. Dadurch werden Speichelfluss und die Produktion von Magensaft gefördert." All das gilt natürlich nur dann, wenn der Alkohol in Maßen genossen wird.

Lästige "Souvenirs" vermeiden

Kulinarischer Genuss kann allerdings auch lästige Souvenirs verursachen, nämlich die unschönen Pölsterchen an Hüfte oder Bauch. Das gilt vor allem im Herbst und Winter, wenn man sich weniger bewegt als in der warmen Jahreszeit. Dabei ist es häufig nicht einmal das Essen, das dem Idealgewicht im Wege steht. Echte Diätenkiller sind das Bierchen zwischendurch oder der Schoppen Wein am Abend. Ein 0,30-Liter-Glas Bier schlägt mit ca. 126 Kalorien, ein "Viertele" Weißwein gar mit etwa 131 Kalorien zu Buche. Genießen und doch nicht zunehmen - das gelingt am besten mit dem Verdauungsschnäpschen nach dem Essen. Ein solcher Digestif ist mit ca. 40 Kalorien pro 2 cl-Gläschen ein echtes Leichtgewicht. Was die meisten außerdem nicht wissen: Cocktails enthalten ohnehin weniger reinen Alkohol als gemeinhin oft vermutet. So ist in einem 0,2-Liter-Glas mit einem Spirituosen-Anteil von 0,04 Liter (40 %vol) nur 12,7 Gramm reiner Alkohol enthalten - etwa genauso wenig wie in einem 0,33-Liter-Fläschchen Bier. Ein Glas Wein (0,2 Liter) zählt dagegen schon 17,6 Gramm Alkohol.

 

Mehr Infos:

Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V.
Urstadtstraße 2
53129 Bonn
www.spirituosen-verband.de

 

 

© September 2007 - Pressetreff (djd/pt)


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