Weihnachten in Finnland

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  • Weihnachtsmann-Postamt im finnischen Weihnachtsmannsdorf Rovaniemi
    Weihnachtsmann-Postamt im finnischen Weihnachtsmannsdorf Rovaniemi
    © Cédric Puisney - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 2.5 über Wikimedia Commons.
  • Joulupukki, seine Frau Muori, Rudolf Rotnase, in der Landessprache auch Petteri Punakuono genannt und Hunderte von fleißigen und keineswegs bösartigen Wichtel sind im Dezember die Hauptakteure, wenn es um das Weihnachtsfest in Finnland geht. Frei übersetzt bedeutet Joulupukki zwar Weihnachts-Bock statt –Mann, aber diese Bezeichnung beruht auf den legendären Julbock, mit dessen Ziegenhäuten man sich einer alten Tradition zufolge hierzulande nach dem Weihnachtsessen verkleidete. Der Tag des Heiligen Abends beginnt in Finnland damit, dass der Weihnachtsbaum zusammen mit der ganzen Familie ausgeschmückt wird. Obligatorisch sind eine prachtvoll gewachsene Fichte mit Strohsternen, bunte Ketten mit den Landesflaggen in Miniaturgröße sowie viele rote und goldene Glaskugeln. Danach lauscht man, ebenfalls ganz in Familie, der traditionellen Verlesung des Weihnachtsfriedens, die im Fernsehen übertragen wird, um danach zu einem gemeinsamen Saunagang aufzubrechen. 

    Damit sind mental und verdauungstechnisch die Grundlagen für die Bekömmlichkeit des anschließenden weihnachtlichen Festmahls geschaffen. Vorzugsweise kommt ein üppiges Lamm- oder Putengericht oft auch Hering auf den Tisch. Dazu gibt es Kartoffeln, Schinken und verschiedene herzhafte Aufläufe sowie einen ganz besonderen Weihnachtsbrei, unter den eine Mandel gerührt wird. Wer sie findet, wird künftig vom Glück begleitet und muss dazu aber eine vorher verabredete Arbeit verrichten. Danach gibt es die Geschenke. Ob sie über den Schornstein ins Haus kommen oder der Joulpukki ganz normal durch die Tür kommt, bleibt zu Weihnachten in Finnland fast immer ungeklärt – jedenfalls liegen sie pünktlich am Nachmittag des Heiligen Abends unter dem Weihnachtsbaum. Während der erste Weihnachtsfeiertag der Verdauung des reichhaltigen Essens und der familiären Unterhaltung gewidmet wird, werden am Tapani, dem 2. Festtag, Freunde besucht und die Dänen gehen zu diesem Anlass auch besonders gerne zum Tanzen aus. Zum Dreikönigsfest am 6. Januar ist das Weihnachtsfest in Finnland beendet, der Baum kommt raus und der Festtagsschmuck wird verstaut, bis man sich in knapp zwölf Monaten wieder "Hauskaa Joulua" oder "Frohe Weihnachten" wünscht.



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