Weihnachten in Tschechien

  • Blick auf den Weihnachtsmarkt in Prag
    Blick auf den Weihnachtsmarkt in Prag
    © "Prague christmas market 9949a" von Hynek Moravec - Selbst fotografiert. Lizenziert unter CC BY 2.5 über Wikimedia Commons.
  • Weihnachten in Tschechien widerspiegelt eine Vielzahl von besonders beliebten nationalen Brauchtümern kultureller Art. Weniger populär ist mitunter, besonders in den modernen Familien, das akribische Großreinemachen in der Vorweihnachtszeit, das in Tschechien seit Generationen Usus ist. Auf Vorrat in der Adventszeit gebackene Weihnachtsplätzchen, Honiglebkuchen und Vanillekipferl sorgen schon eher dafür, dass es mit Beginn des Dezembers in den Häusern verführerisch duftet und die Festtagsstimmung allmählich steigt. Zu den traditionellen Bräuchen zu Weihnachten in Tschechien zählt das Bleigießen, mit denen sich die künftigen Ereignisse des neuen Jahres, wie auch beim jahrhundertealten Apfelschneiden, bereits voraussagen lassen. Wer eine Hälfte seines Apfels sternförmig hinbekommt, gelangt zu viel Glück und großem Vermögen, die Form eines Kreuzes kann dagegen zu schweren Krankheiten führen.

    Den Heiligabend in Tschechien genießt man ganz in Familie und in Ruhe unter dem geschmückten Weihnachtsbaum und in der Nähe der eigenen, möglichst handgeschnitzten Weihnachtskrippe. Die kostbaren Exemplare aus Böhmen sind übrigens einzigartig auf der Welt und nicht nur Weihnachten in Tschechien im eigens dafür eingerichteten Museum von Třebechovice pod Orebem zu bewundern. Mit besonderer Aufmerksamkeit widmen sich die tschechischen Familien der Vorbereitung des kulinarisch wohl einmaligen Weihnachtsmenüs, das oft mit einer Fischsuppe beginnt. Der Hauptgang ist traditionell ein marinierter Karpfen zu dem Kartoffelsalat gereicht wird. Diese Fischart wird von vielen Tschechen ausschließlich zu Weihnachten verzehrt. Es gehört aber auch zu den weitverbreiteten Gesten, dass der vorher gekaufte Karpfen am Heiligabend nicht auf den Tellern enden muss, sondern zeremonienartig wieder in seine Freiheit entlassen wird. Die beiden Feiertage am 25. und 26. Dezember werden meist für gegenseitige Verwandtenbesuche genutzt. Zu den Mahlzeiten bereitet man gebratenes Geflügel mit Knödeln zu und nutzt die freie Zeit für Kirchgänge, kulturelle Events in den Konzertsälen oder um Entspannung und Ruhe, zusammen mit guten Freunden zu finden.


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